Daniel Jones vor dem Comeback: Colts-QB meldet sich nach Achillessehnenriss fit

Gut sieben Monate nach dem Achillessehnenriss gibt Daniel Jones das bislang deutlichste Reha-Update: Er sei für alles freigegeben und fühle sich gut. Zum Training-Camp-Start Ende Juli dürfte der Colts-Quarterback voll dabei sein.

Daniel Jones hat das bislang klarste Signal zu seiner Genesung gegeben. Am Rande seines Youth Football Camps sprach der Colts-Quarterback über den Stand nach dem Achillessehnenriss, der ihm 2025 das Saisonende brachte. „Ich habe viele dieser Meilensteine schon vor dem Minicamp erreicht“, sagte Jones laut James Boyd von The Athletic. „Ich mache alles, ich bin für alles freigegeben. An diesem Punkt geht es darum, zu schärfen, explosiver zu werden, stärker zu werden – aber ich kann alles machen und fühle mich richtig gut dabei.“

Das deckt sich mit dem, was zuletzt aus dem Umfeld der Franchise zu hören war. SI-Insider Albert Breer berichtete, Jones habe im Frühjahr alle Marken erreicht und steuere darauf zu, zum Start des Training Camps an den Team-Drills teilzunehmen. Während der Frühjahrs-Practices hatten die Colts ihn noch aus den 11-on-11-Einheiten herausgehalten. Ob die offizielle medizinische Freigabe erteilt ist, hat das Team nicht bestätigt – Jones selbst klingt jedenfalls so. Das Camp öffnet in gut zwei Wochen.

Warum Indianapolis darauf angewiesen ist

Die Colts haben sich früh festgelegt: Nach dem Transition Tag im März folgte eine Zwei-Jahres-Verlängerung über 88 Millionen Dollar – abgeschlossen, nachdem Jones zentrale Reha-Meilensteine erreicht hatte. Hinter ihm stehen Anthony Richardson, Riley Leonard und Neuzugang Easton Stick, aber kein ernsthafter Plan B. In seinen 13 Starts vor der Verletzung kam Jones auf eine Bilanz von 8-5, mit 19 Touchdowns und acht Interceptions – die letzten drei dieser Spiele gingen allerdings verloren, bevor der Achillessehnenriss die Saison beendete.

Die offene Frage bleibt die Beweglichkeit

Ein Achillessehnenriss ist bei einem Quarterback, dessen Spiel von Mobilität und Scrambling lebt, kein Nebenschauplatz. Erfahrungsgemäß brauchen Spieler oft eine volle Saison, bis Explosivität und Push-off wieder auf altem Niveau sind. Dass Jones den Zeitplan hält, heißt also noch nicht, dass er sofort wieder der Läufer von 2025 ist.

Der erste echte Test kommt in Woche 1 – und die Colts stehen dabei vor einer Abwägung: Running Back Jonathan Taylor ist der Ankerpunkt der Offense, gleichzeitig hat RB-Coach DeAndre Smith öffentlich erklärt, man wolle seine Arbeitslast reduzieren: „Wir müssen definitiv Wege finden, ihm etwas von dieser Last abzunehmen.“ Ein voll einsatzfähiger Jones wäre dafür die naheliegendste Antwort.

Fantasy-Take

Jones bleibt ein solider, aber unspektakulärer QB2-Streamer – Draftkapital braucht man dafür nicht. Der wichtigere Effekt liegt nebenan: Ein gesunder Jones stabilisiert die Colts-Offense und stützt damit vor allem den Wert von Jonathan Taylor. Beachte aber: RB-Coach DeAndre Smith hat öffentlich angekündigt, Taylors Arbeitslast reduzieren zu wollen – wer ihn hoch draftet, sollte das einpreisen. Wer Jones' Rushing-Upside einpreist, sollte konservativ bleiben, bis er in echten Spielen wieder läuft.