Dolphins und Falcons: Die größten Offseason-Verlierer 2026
Zwei Franchises stehen 2026 ganz unten: Yahoo Sports führt die Miami Dolphins auf dem letzten Rang 32, CBS Sports zählt die Atlanta Falcons zu den fünf schwächsten Offseasons der Liga – zwei sehr unterschiedliche Wege in dieselbe Krise.
Zwei Franchises stehen in den Offseason-Bilanzen 2026 ganz unten – auf sehr unterschiedliche Weise. Yahoo Sports führt die Miami Dolphins in seinen Offseason-Power-Rankings auf Rang 32, dem letzten Platz. CBS Sports zählt die Atlanta Falcons zu den fünf schwächsten Offseasons der gesamten Liga.
Miami: „Year Zero" mit Malik Willis
Hinter Miami rangieren in Yahoos Wertung nur noch die Jets (31.) und Cardinals (30.) – die Dolphins sind das Schlusslicht. Das neue Trainerteam bekommt für einen kompletten Neuaufbau die von Yahoo „Year Zero" getaufte Schonfrist: Miami verabschiedete sich von Safety Minkah Fitzpatrick und Receiver Jaylen Waddle, den beiden besten verbliebenen Spielern. 15 eigene Free Agents unterschrieben anderswo, teure Namen wie Tyreek Hill und Guard James Daniels waren noch nach dem Draft ohne Team.
Auf der wichtigsten Position setzt Miami auf Malik Willis, der einen Dreijahresvertrag über 67,5 Millionen Dollar unterschrieb und neuer QB1 ist. In seinen sechs bisherigen NFL-Starts deutete Willis vor allem als Läufer sein Potenzial an. Das Problem: Außer Running Back De'Von Achane steht kaum etwas um ihn herum, die Receiver-Gruppe ist dünn, die O-Line könnte erneut zu den schwächsten der Liga zählen.
Es gibt aber auch Gegenstimmen: ESPN vergab in seinen Offseason-Zeugnissen ein A-minus und sah in der Willis-Verpflichtung einen absolut sinnvollen Schritt für ein Team, das komplett von vorn beginnt. Wie fragil die Lage rund um die alten Stars ist, zeigt der Fall Tyreek Hill mit Knieschaden und Entlassung.
Atlanta: teure Wetten, wenig Fundament
CBS-Analyst Jordan Dajani setzt die Falcons auf den fünftletzten Platz. Der Umbau begann an der Spitze: Head Coach Raheem Morris und General Manager Terry Fontenot mussten gehen. Franchise-Legende Matt Ryan übernahm als President of Football Operations – mit mehr Macht als der neue GM Ian Cunningham, was CBS kritisch sieht. Auch die Verpflichtung von Head Coach Kevin Stefanski wird trotz seiner Erfolge in Cleveland hinterfragt.
Auf der Quarterback-Position wird es kompliziert: Michael Penix Jr. kommt vom dritten Kreuzbandriss seiner Laufbahn zurück und steht bei einer Bilanz von 4-8 als Starter. Dass Atlanta dann noch schnell Tua Tagovailoa verpflichtete, nennt CBS eine „rätselhafte Entscheidung" – Details zum Trainingslager-Duell zwischen Tua und Penix gibt es separat.
Für Aufsehen sorgt auch der Vertrag von Wide Receiver Drake London: 141 Millionen Dollar bei 35,2 Millionen Jahresdurchschnitt machen ihn zum drittbestbezahlten Receiver der Liga – vor Stars wie Justin Jefferson und CeeDee Lamb. Ansonsten hielt sich Atlanta in der Free Agency zurück: Die beiden größten Deals gingen mit zusammen rund neun Millionen Dollar an Kicker Nick Folk und Punter Jake Bailey. Überschattet wurde der Start zudem von Anklagepunkten gegen Defensive-Rookie-of-the-Year-Finalist James Pearce Jr. nach einem häuslichen Streit – hier gilt die Unschuldsvermutung.
Was das für 2026 heißt
Miami baut ehrlich, aber von einer sehr dünnen Basis aus. Atlanta hat viel Geld auf eine unsichere Quarterback-Situation gesetzt – CBS warnt, dass „ein Rückschritt vorprogrammiert" sei, sollte der QB nicht funktionieren. Zwei verschiedene Probleme, dieselbe Position am Tabellenende.
Fantasy-Blick: In Miami führt kein Weg an De'Von Achane vorbei – er ist der klare Fokus der Offense, während Malik Willis mit seinen Läufen etwas eigenes Upside bringt. In Atlanta bleibt Drake London trotz der wackligen QB-Lage ein WR1-Kandidat; sein Zielaufkommen dürfte auch mit Tua oder Penix hoch bleiben.