Wissen/Regeln

Was ist ein Field Goal? Regeln, Distanz und Punkte einfach erklärt

Kurz erklärt

Ein Field Goal ist ein Kick durch die Torstangen und bringt drei Punkte. Teams versuchen es meist im vierten Versuch, wenn ein Touchdown zu unsicher, die Distanz zum Tor aber machbar ist. Der Ball muss zwischen den Stangen hindurch und über die Querlatte fliegen.

Das Field Goal ist der Kick durch die Torstangen – drei Punkte, ohne dass ein Touchdown nötig ist. Es ist der zuverlässige Punktgewinn, wenn der Weg in die Endzone zu weit oder zu riskant ist – und es entscheidet regelmäßig enge Spiele in den letzten Sekunden.

Drei Punkte durch die Torstangen

Ein Field Goal bringt drei Punkte. Dafür kickt ein Spezialist, der Kicker, den Ball vom Boden aus durch die gelben Goal Posts (Torstangen) am Ende der Endzone – der Ball muss zwischen den Stangen hindurch und über die Querlatte fliegen.

Wann darf man ein Field Goal schießen?

Erlaubt ist ein Field Goal in jedem Down und von jeder Stelle des Feldes. Das überrascht viele Einsteiger – es gibt keine Regel, die den Kick auf eine bestimmte Situation beschränkt. In der Praxis versucht es ein Team aber fast immer im vierten Versuch, dem 4th Down. Denn davor hätte man ja noch einen Versuch, um weiterzukommen – und wer nah genug am Tor steht, aber ein neues First Down oder einen Touchdown für zu unsicher hält, nimmt lieber die sicheren drei Punkte mit.

Wer hält den Ball beim Field Goal?

Der Holder – auf Deutsch schlicht „Halter". Er kniet rund sieben Yards hinter der Line of Scrimmage, fängt den Ball und stellt ihn mit einer Fingerspitze aufrecht auf den Boden, damit der Kicker ihn treffen kann. Meist ist der Holder der Punter des Teams, weil er ohnehin ein sicheres Paar Hände hat. Ein Field Goal ist damit reine Teamarbeit von drei Spezialisten: Der Long Snapper schießt den Ball nach hinten, der Holder stellt ihn auf, der Kicker trifft ihn – alles in gut 1,3 Sekunden, bevor die Verteidigung durchkommt. Alle drei gehören zu den Special Teams.

Wie weit geht ein Field Goal?

Die Distanz misst sich vom Ort des Kicks – plus zehn Yards für die Endzone und gut sieben Yards, an denen der Holder den Ball hält. Ein Team an der gegnerischen 33-Yard-Linie versucht also ungefähr ein 50-Yard-Field-Goal. Kicks bis rund 50 Yards gelten als gut machbar; jenseits der 55 bis 60 Yards wird es zur Mutprobe, die nur die stärksten Kicker schaffen. Der NFL-Rekord steht seit November 2025 bei unglaublichen 68 Yards, gekickt von Cam Little für die Jacksonville Jaguars. Geht der Versuch daneben, übernimmt der Gegner den Ball dort, wo gekickt wurde – also ein gutes Stück vor der eigentlichen Angriffslinie. Gerade weite Field Goals sind deshalb ein Risiko.

Wie hoch und wie breit sind die Torstangen?

Der Abstand zwischen den beiden Stangen beträgt in der NFL 5,64 Meter (18 Fuß 6 Zoll). Die Querlatte liegt 3,05 Meter (10 Fuß) über dem Boden – der Ball muss darüber hinweg. Darüber ragen die beiden gelben Stangen noch einmal 10,67 Meter in die Höhe, damit die Schiedsrichter auch bei sehr hohen Kicks erkennen können, ob der Ball innerhalb oder außerhalb war. Gesamthöhe: rund 13,7 Meter. Die Torstangen stehen übrigens am hinteren Ende der Endzone, nicht auf der Torlinie – deshalb kommen zu jeder Kick-Distanz die zehn Yards der Endzone hinzu.

Was passiert nach einem Field Goal?

Nach einem verwandelten Field Goal gibt das punktende Team den Ball ab: Es folgt ein Kickoff zum Gegner – genau wie nach einem Touchdown. Der Gegner startet damit seinen eigenen Angriff. Geht der Kick daneben, gibt es keine Punkte. Der Gegner übernimmt den Ball dann an der Stelle, von der aus gekickt wurde – nicht dort, wo der Ball landet. Ein verpasstes Field Goal aus großer Distanz schenkt dem Gegner also eine ziemlich gute Feldposition.

Gibt es ein Field Goal nach einem Touchdown?

Nein – und hier verwechseln viele zwei Dinge. Nach einem Touchdown folgt zwar ebenfalls ein Kick durch die Stangen, aber der heißt Extra Point (oder Point After Touchdown, PAT) und bringt nur einen Punkt. Alternativ kann das Team es mit einer Two-Point Conversion versuchen und zwei Punkte holen. Das eigentliche Field Goal ist also immer ein eigenständiger Spielzug für drei Punkte – kein Anhang an einen Touchdown.

Field Goal oder Touchdown?

Drei sichere Punkte oder das Risiko auf sechs? Diese Abwägung gehört zu den spannendsten im Football. Liegt ein Team knapp zurück und die Uhr läuft ab, kann ein Field Goal das Spiel gewinnen – ein Punt wäre in dieser Lage verschenkt.

Field Goal im Basketball – etwas ganz anderes

Wer „Field Goal" googelt, stößt auch auf den Basketball. Dort meint der Begriff etwas völlig anderes: jeden erfolgreichen Korbwurf aus dem Feld – also alles außer Freiwürfen. Ein Basketball-Field-Goal bringt je nach Entfernung zwei oder drei Punkte, und die „Field Goal Percentage" (FG%) ist eine der wichtigsten Trefferquoten überhaupt. Mit dem Kick durch die Torstangen im American Football hat das nichts zu tun – gleicher Name, zwei Sportarten.

Kurz zum Mitnehmen

Field Goal = Kick durch die Goal Posts = drei Punkte. Erlaubt in jedem Down, versucht wird es fast immer im 4th Down. Der Holder stellt den Ball auf, der Kicker trifft ihn, danach geht es mit einem Kickoff weiter. Nicht zu verwechseln mit dem Extra Point nach einem Touchdown – der bringt nur einen Punkt.